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Skulptur "Ludwig und Ludmilla"

Stadtgründer Herzog Ludwig von Bayern mit Gattin Ludmilla von Bogen
Foto: Rebecca Lehmann, Skulptur von Joseph Michael Neustifter

Die Skulptur von Ludwig und Ludmilla vor dem Rathaus ist ein Geschenk der Bramenkamp-Stiftung an die Stadt Landau a.d.Isar zum 800-jährigen Stadtjubiläum 2024. Das Kunstwerk des bekannten Eggenfeldener Bildhauers Joseph Michael Neustifter wurde am 13. Januar 2024 feierlich enthüllt. Die Bronzeskulptur wurde von der Gießerei Strehle in Neuötting gegossen und wiegt ca. 800 kg. Sie zeigt den Gründer der Stadt Landau a.d.Isar, den bayerischen Herzog Ludwig den Kelheimer aus dem Geschlecht der Wittelsbacher, und seine Ehefrau Ludmilla von Bogen. Bei näherer Betrachtung entdeckt man zahlreiche Details wie etwa die Wappen der Wittelsbacher Städtegründungen Landshut, Straubing, Cham und Schärding. 1183 wurde der damals erst etwa zehnjährige Ludwig nach dem Tod seines Vaters Otto I. bayerischer Herzog. Zu dieser Zeit gab es in Bayern noch mehrere Adelsfamilien, die ebenso mächtig wie die Wittelsbacher waren, etwa die Ortenburger oder die Grafen von Bogen. Ab dem Jahr 1200 begann Ludwig, systematisch Städte und Märkte zu gründen, um so seine wirtschaftliche und politische Macht zu stärken. Er ist bekannt als Gründer der Städte Landshut (1204), der Neustadt von Straubing (1218) und von Landau a.d.Isar (1224). Im Jahr 1204 heirateten Herzog Ludwig und Ludmilla. Die Braut war die Witwe des mächtigen Grafen Albert III. von Bogen. Ludmilla wurde um 1170 als Tochter des Herzogs und zeitweiligen Königs Friedrich von Böhmen geboren, ihre Mutter war eine ungarische Königstochter. Um 1184 wurde Ludmilla mit dem Grafen von Bogen verheiratet. Mit dem Tod des gemeinsamen Sohnes Albert IV. starben die Grafen von Bogen aus und das Erbe fiel an die Wittelsbacher. Aber nicht nur das: Die Wittelsbacher übernahmen auch das weiß-blaue Rautenwappen der Bogener. Ludmilla war bei der Hochzeit mit Ludwig dem Kelheimer eine nicht nur vermögende, sondern auch lebenserfahrene Frau. Mit Ludwig bekam Ludmilla noch einen Sohn, den späteren Herzog Otto II. von Bayern. Seinen Beinamen „der Kelheimer“ erhielt Ludwig, nachdem er 1231 auf einer Brücke in Kelheim ermordet worden war. Nach dem Tod ihres Mannes gründete Ludmilla 1232 das Kloster Seligenthal bei Landshut, wo sie fortan lebte und nach ihrem Tod 1240 auch bestattet wurde. In der Afrakapelle des Klosters Seligenthal sind bekannte Holzfiguren von Ludwig dem Kelheimer und Ludmilla zu finden, die wohl Anfang des 14. Jahrhunderts geschaffen wurden.

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