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Corona - Informationen

Informationen zu Corona im Landkreis Dingolfing-Landau

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-> Landrat Werner Bumeder appelliert:
Private Kontakte auf ein Minimum reduzieren
-> Zahlreiche Neuinfektionen – Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI bei 195,5

Übers Wochenende hat das Gesundheitsamt zahlreiche neue Corona-Fälle festgestellt: Am Freitag wurden 30 Neuinfektionen registriert, am Samstag 43 und am Sonntag 19. Insgesamt sind im Landkreis Dingolfing-Landau aktuell 190 aktive Fälle bekannt (Stand: 16. November, 8 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, hat sich im Laufe des heutigen Tages auf 14 erhöht. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Dingolfing-Landau liegt laut Robert-Koch-Institut aktuell bei 195,5 (Stand: 16. November, 0 Uhr).
Auch in einigen Seniorenheimen wurden Corona-Fälle festgestellt, weshalb in den betroffenen Einrichtungen intensiv getestet wurde. Seit heute steht das Ergebnis einer Reihentestung im Seniorenheim in Frontenhausen fest: Von den 91 Bewohnern tragen 27 das Coronavirus in sich, von den ebenfalls 91 Beschäftigten wurden acht positiv getestet. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und der Regierung von Niederbayern stehen in engem Kontakt mit der Heimleitung. Der Betrieb des Seniorenheims ist sichergestellt, die Bewohner werden weiterhin bestmöglich versorgt. Die Hygiene- und Schutzkonzepte werden selbstverständlich eingehalten. Aufgrund der aktuellen Situation sind in dieser Einrichtung sind bis auf Weiteres leider keine Besuche möglich. Es wurde aber ein Hol- und Bringdienst eingerichtet, damit die Bewohner ohne direkten Kontakt mit den Angehörigen mit persönlichen Dingen versorgt werden können. Laut Einrichtungsleitung geht es den meisten Bewohnern gut. Von den insgesamt 27 Positiv-Getesteten zeigen aktuell nur wenige coronatypische Symptome. Drei befinden sich wegen der Corona-Infektion mit entsprechend stark ausgeprägten Symptomen in stationärer Behandlung im Krankenhaus.

„Das sind traurige Nachrichten. Ich wünsche allen Betroffenen schnelle Genesung und hoffe, dass wir von weiteren größeren Ausbrüchen verschont bleiben“, sagt Landrat Werner Bumeder. Dazu sei es unbedingt notwendig, die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. „Wir stellen im Zuge der Kontaktermittlungen und den damit verbundenen Testungen immer wieder fest, dass sich das Virus im privaten Bereich immer noch stark verbreitet.“ Daher appelliert Landrat Bumeder an alle Bürgerinnen und Bürger, die aktuelle Situation sehr ernst zu nehmen und sich an die gültigen Regeln zu halten.

„Wir werden immer wieder gefragt, wie die Situation in den Krankenhäusern ist. Leider werden es täglich mehr Covid-Patienten, die stationär behandelt werden müssen“, so der Landrat. Das bestätigt auch das DONAUISAR Klinikum: Die Zahlen der Infizierten seien innerhalb kürzester Zeit sprunghaft gestiegen. Am Klinikstandort Dingolfing werden zwar Covid-Patienten stationär behandelt, allerdings nicht auf der Intensivstation. Wenn sich ihr Zustand verschlechtert und sie eine Behandlung auf der Intensivstation benötigen, müssen sie von Dingolfing nach Deggendorf verlegt werden. Landrat Bumeder steht in engem Kontakt zur Klinikleitung und weiß: „Wir sind leider kurz davor, geplante OPs verschieben zu müssen.“

Gute Nachrichten sind von den Schulen im Landkreis zu vermelden: Aktuell befinden sich zwar acht Klassen in Quarantäne. Es handelt sich aber bislang ausschließlich um Einzelfälle. Die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen, dass sich das Virus innerhalb der Klassen in aller Regel nicht weiter verbreitet. „Das heißt, dass die geltenden Hygienemaßnahmen wirken und die Konzepte vorbildlich umgesetzt werden“, sagt Landrat Werner Bumeder. „Dafür danke ich den Lehrern, den Schülern und nicht zuletzt den Schulleitern sehr herzlich.“

Seit Kurzem gelten neue Quarantäne-Regeln für Reisende: Wer sich innerhalb von zehn Tagen vor der Einreise nach Bayern in einem vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Risikogebiet aufgehalten hat, muss sich vorab über eine digitale Einreiseanmeldung registrieren (www.einreiseanmeldung.de) und die erhaltene Bestätigung bei der Einreise mit sich führen. Ist dies nicht möglich, so muss der Einreisende eine schriftliche Ersatzanmeldung an das Landratsamt Dingolfing-Landau per E-Mail versenden (reisetest@landkreis-dingolfing-landau.de). Die Meldung muss folgende Angaben enthalten: den Vor- und Nachnamen, die Adresse, die Telefonnummer, den Tag der Einreise sowie das Land, aus dem die betreffende Person einreist. Der Einreisende muss sich direkt in Quarantäne begeben und sich bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde unverzüglich melden, wenn innerhalb von zehn Tagen coronatypische Krankheitssymptome auftreten. Die Quarantäne kann durch einen Corona-Test, der frühestens nach fünf Tagen vorgenommen werden darf, nach Ergebniserhalt vorzeitig beendet werden. Genaue Informationen über Ausnahmeregelungen, zum Beispiel für Durchreisende, Grenzpendler oder Grenzgänger, sind der Verordnung über Quarantänemaßnahmen für Einreisende zu entnehmen: www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEQV

Bei der Online-Terminvergabe für die Teststation ist es am heutigen Montag kurzfristig zu Problemen gekommen: Einzelne Bürger erhielten aufgrund eines Softwarefehlers Termine außerhalb der Öffnungszeiten. Der Betreiber der Teststation ist informiert, das Problem ist ihm zufolge bereits behoben. Stellvertretend für den zuständigen Dienstleister entschuldigen wir uns für die Unannehmlichkeiten. Anmeldungen für die die Corona-Teststation in Dingolfing (städtischer Lkw-Parkplatz) sind weiterhin unter www.coronatest-dingolfing.de oder www.coronatest-dgf.de möglich. Für Bürgerinnen und Bürger mit Termin hat die Teststation montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr geöffnet, für Bürgerinnen und Bürger ohne Termin jeweils von 12 bis 19 Uhr. Samstags hat die Teststation im November von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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Mit Inkrafttreten der 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist somit die „Bayerische Corona-Ampel“ aktuell „ausgeschaltet“.

Der neue Maßnahmenkatalog, der vorerst bis Ende November gilt, beinhaltet unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen: Der Aufenthalt im öffentlichen und im privaten Raum ist seit Montag begrenzt auf die Angehörigen des eigenen Hausstands und eines weiteren Hausstands – maximal aber zehn Personen. Konkret heißt das: Es dürfen sich zum Beispiel zwei fünfköpfige Familien treffen – das wären zwei Hausstände mit insgesamt zehn Personen –, nicht aber drei getrennt voneinander wohnende Menschen, weil in diesem Fall zwar nur drei Personen, aber eben mehr als zwei Hausstände zusammenkommen würden.

Ebenfalls angeordnet wurde die Schließung sämtlicher Gastronomiebetriebe, Bars und Kneipen. Davon ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von Speisen und Getränken „to go“. Das Feiern auf öffentlichen Plätzen - unabhängig von der Anzahl der Personen - ist nicht erlaubt.

Die Abgabe von alkoholischen Getränken an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

Geschlossen werden zudem alle Einrichtungen und Institutionen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind – dies reicht von Kultureinrichtungen wie Theater und Museen über Kinos, Schwimmbäder, Saunen und Fitnessstudios, bis hin zu Wettannahmestellen, Spielhallen und Prostitutionsstätten.

Übernachtungsangebote dürfen von Hotels, Beherbergungsbetrieben, Schullandheimen, Jugendherbergen, Campingplätzen und allen sonstigen gewerblichen Unterkünften nur für glaubhaft notwendige, insbesondere für berufliche und geschäftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sind untersagt.

Darüber hinaus wird der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen eingestellt. Sämtliche
Profisportveranstaltungen dürfen zwar plangemäß stattfinden, Zuschauer sind aber nicht zugelassen. Individualsport – etwa Laufen im Freien – ist nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Spielplätze sind weiter geöffnet. Kinder müssen aber von Erwachsenen begleitet werden.

Gottesdienste können weiter unter Auflagen stattfinden.

Alle anderen Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt, ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche wie Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz – also Demonstrationen.

Geöffnet bleibt dagegen der Groß- und Einzelhandel, wobei sich nach wie vor nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche im jeweiligen Geschäft aufhalten darf. Ebenfalls öffnen dürfen Friseursalons. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapie sind weiterhin gestattet.

Geschlossen bleiben müssen dagegen Dienstleistungsbetriebe zur Körperpflege, zum Beispiel Nagelstudios, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Weiterhin gilt die Maskenpflicht immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. In Schulen muss sie in allen Jahrgangsstufen aller Schularten sowohl am Schulgelände als auch am Platz getragen werden.

Die 8. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung im Wortlaut finden Sie unter www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-616/
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Genauere Informationen bezüglich der aktuellen Öffnungszeiten erhalten Sie auf der Homepage des Landkreises Dingolfing-Landau (www.landkreis-dingolfing-landau.de).

Eine vorherige Anmeldung ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Wir bitten aber um Verständnis, dass es aufgrund der starken Nachfrage zu längeren Wartezeiten kommen kann. Darüber hinaus wird auf die bestehenden Möglichkeiten durch den Hausarzt hingewiesen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) bietet zudem auf Ihrer Homepage www.kvb.de die Suche: „Arzt für Coronavirus Test“ an.

Bei positiven Befunden meldet sich das Gesundheitsamt unverzüglich. Die Negativ-Befunde können in aller Regel digital abgerufen werden. Andernfalls ist eine Anforderung per E-Mail möglich (testung(at)landkreis-dingolfing-landau.de). Wer keinen Internetzugang hat, kann seinen Befund auch persönlich im Landratsamt abholen – allerdings nur nach vorheriger Anmeldung (Telefon 08731 87-610).


Weitere Infos finden Sie hier.

Vielen Dank an die Bevölkerung für die Unterstützung und bleiben Sie gesund!

 

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