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Dorfkirche Zulling mit Teufelstritt

Nach Zulling nannte sich ein Adelsgeschlecht, das im Hochmittelalter sehr einflussreich war. Die Kirche von Zulling wurde in der Spätgotik errichtet.
Charakteristisch für diese Zeit sind das Hauptportal an der Südwand, die Maßwerkfenster und das Netzrippengewölbe, das den gesamten Innenraum ziert. Gotisch sind weiterhin das Weihwasserbecken in der Vorhalle, die Reste von Wandmalereien mit dem letzten Gericht sowie der Hochaltar, der in seiner Mittelnische eine Madonnenfigur mit einem später angefügten Jesuskind zeigt. In den Seitenflächen des Flügelaltars begegnen uns die Holzreliefs der vier Volksheiligen Barbara, Margarete, Katharina und Elisabeth. Nach oben schließt der Altar mit einer Christusfigur ab.

Der Legende nach ist die Kirche Schauplatz eines dramatischen Ereignisses, das ein „Teufelstritt“ an der Nordseite des Kirchenschiffes belegt.
Die einst reiche Ausstattung der Kirche veranlasste einen verarmten Ritter zum Diebstahl. Dabei tötete er den Mesner. Auf seiner Flucht durch das Kirchenfenster traf ihn ein Blitz, der den Missetäter völlig verkohlte. Seine Fußabdrücke, der „Teufelstritt“, haben sich bis heute als zwei kahle Stellen im Erdreich erhalten.

Den Flyer dazu finden Sie hier.