Stadtchronik

Teil 4: 1961 - 1999

1961

Der hier gebürtige Musikprofessor und bedeutende Komponist Arthur Piechler (gest. 1974) erhält das Ehrenbürgerrecht der Stadt Landau.

1964

Die neue „Umgehungsstraße“ mit der westlichen Umgehung Landaus bringt in der winkeligen Altstadt eine große Verkehrsentlastung. Die vielbefahrene B 20 führt nun außen um die Altstadt herum.

1965

Schon bei Bekanntwerden der Pläne für den Neubau der Kreissparkasse Landau wird im Stadtrat Kritik an dem „Betonklotz“ laut, der aber dennoch gebaut wird.

1965/1966

Die weltbekannte Firma der Unterhaltungselektronik, Grundig, nimmt mit Werk XII die Produktion in Landau auf. Grundig produziert hier von Anfang an Radios und Musikschränke nach der Devise: „ Jede halbe Minute ein Radio, jede Minute ein Musikschrank!“

1966

Inbetriebnahme des Neubaus der Kreisberufsschule Landau an der Kleegartenstraße.

1967

Das Landratsamt in Landau bezieht seinen Erweiterungsbau. Fünf Jahre später muss man dies als Fehlinvestition erkennen, da das Landratsamt aus Landau nach Dingolfing abgezogen wird.
Die Landauer Nachwuchsschauspielerin Uschi Glas erhält in dem Spielfilm „Zur Sache, Schätzchen!“ ihre erste Hauptrolle, nachdem sie in einem der Winnetou- Spielfilme in einer Filmnebenrolle auf sich aufmerksam machen und überzeugen konnte.
Die Eröffnungsfeier für das neue Gymnasium Landau findet im Parksaal statt. Mit dem Bau eines Schulgebäudes wird erst begonnen. Die beiden ersten Klassen werden in der Landwirtschaftsschule und in der Mitttelschule unterrichtet.
Am gleichen Tag öffnet auch die Sonderschule für Lernbehinderte mit 2 Klassen erstmals ihre Pforte.
Zu Weihnachten feiert die junge katholische Gemeinde in eine,r an der Pfarrer-Huber-Straße aufgestellten Baracke, mit dem späteren ersten Pfarrer der Pfarrei St. Johannes, Ev. Johann Peter, einen ergreifenden ersten Gottesdienst.

1969

Die Arbeitslosenquote beträgt im Februar des Jahres 19,3 %. Das ist eine heute fast unglaubliche Zahl. Außerdem arbeiten noch ca. 50 % der Bevölkerung des Landkreises Landau in der Landwirtschaft, und das in rund 2.700 Betrieben.
Der fertig gestellte Neubau der Kreissparkasse mit Flachdachkonstruktion wird als „ein neuer, moderner Akzent im Stadtkern“ bezeichnet, aber bald als „Verschandelung“ des historischen Stadtbildes betrachtet und später mit einem Satteldach versehen.
In der Stadt herrscht schon seit längerem ein „Wasserkrieg“, weil die Stadt durch den Bau eines neuen Wasserwerks in der Kronawittau in Höhe von 5 Millionen DM gezwungen war, den Wasserpreis pro Kubikmeter schrittweise von 1 DM auf 2 DM zu erhöhen und eine Sonderzahlung pro Haushalt abzuverlangen.
Es gibt wütende Proteste der Landauer, aber kein Gerichtsverfahren vor dem Verwaltungsgericht.
Der Betrieb der Firma Einhell-Thannhuber am Wiesenweg wird eingeweiht. Der aufstrebende Betrieb stellt Schalteranlagen, Transformatoren und Elektrogeräte her und schafft Arbeitsplätze.

Oktober 1969

Der Neubau des Gymnasiums an der Harburger Straße erhält durch Bischof Anton Hofmann in einem Festakt die kirchliche Weihe. Landau hat nun alle gängigen Schultypen in den Mauern.
Die zentrale Trinkwasserversorgung der Stadt wird von nun an durch einen Tiefbrunnen in der Kronwittau gespeist.

1. April 1971

Das Eicher - Traktorenwerk siedelt von Dingolfing nach Landau um, wo es seit 1951 produziert hatte. 800 Arbeitsplätze werden neu geschaffen. Eine neue Werksanlage im Norden der Stadt, in der Nähe des Grundigwerks, wird bezogen.
Das im alten „Brunnergarten“ entstandene neue Gebäude der zentralen Volksschule wird seiner Bestimmung übergeben. Grundschule und Hauptschule sind als zwei eigenständige Schulen nunmehr vereint unter einem Dach.

1. Juli 1972

Die in Bayern durchgeführte sehr umstrittene Gebietsreform bringt für die Stadt Landau einen Flächenzuwachs und einen Einwohneranstieg um über 3.000 Personen. Die ehemaligen Landgemeinden Frammering, Mettenhausen, Reichersdorf und Zeholfing sowie Teile der Gemeinde Kammern und Ganacker werden in die Stadtgemeinde integriert.
Sechs Jahre später sorgt die Eingemeindung der Gemeinde Höcking für ein weiteres Anwachsen der Einwohnerzahl und der Fläche.
Durch die Gebietsreform verliert Landau aber seine bisherige Zentralität als Kreissitz. Kreisstadt des neugeschaffenen Landkreises Dingolfing-Landau wird Dingolfing. Landaus Zentralitätsverlust wird durch eine „Ämterdislozierung“ etwas gemildert. Das Amtsgericht, das Forstamt, das Vermessungsamt und das Amt für Landwirtschaft bleiben hier.
Landau erhält aber ebenso den Status eines „Mittelzentrums“ zugesprochen wie Dingolfing.

1973/1974

Die „Lebenshilfe e. V.“, als Verein für den Landkreis Landau 1970 gegründet, eröffnet ihre moderne Einrichtung zur Förderung von geistig behinderten Kindern auf der Marienhöhe, am Standort des einstigen Jugendheims.

1974

Das neuerbaute Feuerwehrgerätehaus an der Höckinger Straße wird seiner Bestimmung übergeben. Die Stützpunktfeuerwehr Landau ist neben der von Dingolfing die schlagkräftigste im neuen Landkreis.
Im Jahr des 750-jährigen Stadtjubiläums erhält die Stadt eine zweite katholische Pfarrei, St. Johannes Ev., die ihren Sprengel links der Isar hat. Der Hirt der jungen Gemeinde wird Pfarrer Johann Peter, der als Kurat der Motor für die neue Pfarrgemeinde war und im Provisorium, der „Barackenkirche“ an der Pfarrer- Huber-Straße, die Gemeinde schon vorher sammelte. An der Straubinger Straße ist hierfür ein modernes Kirchengebäude mit einem funktionalen Pfarrzentrum entstanden und wird seiner geistigen Bestimmung übergeben.

1975

Das schmucke Hallenbad mit einem 25 m-Schwimmbecken wird vom Landkreis Dingolfing-Landau als Sportstätte für das Gymnasium neben dem Freibad gebaut. Es geht vier Jahre später auf die Stadt über.

1978

Die Kläranlage hinter der Bockerlbrücke wird fertiggestellt und geht in Betrieb, zu einer Zeit, in der selbst größere Nachbarstädte noch lange ihre Abwässer ungereinigt in die Isar leiten.

1979

Das neue Kreiskrankenhaus am Bayerwaldring wird bezogen und ermöglicht der hiesigen Bevölkerung eine sehr gute medizinische Grundversorgung. Die Baukosten belaufen sich auf 42 Millionen DM.

1981

Die Schließung des Grundig-Zweigwerks Landau, das bis zum letzten Tag „schwarze“ Zahlen schreibt, trifft die Stadt bis ins Mark. Trotz heftigster Proteste der Gewerkschaft, der Arbeitnehmer und der Stadtbevölkerung verlieren ca. 800 Mitarbeiter, vor allem Frauen, ihren Arbeitsplatz.

1982

In Landau bildet sich ein Verein zur Gründung einer Musikschule, die später aus Kostengründen von der Stadt Landau übernommen werden muss.

1984

Die Eicher-Werke, schon seit Jahren schwer angeschlagen, schließen ebenfalls die Werkstore. Weitere Arbeitsplätze gehen in Landau verloren. Die Arbeitslosigkeit hält sich in Grenzen, da die nahen BMW-Werke einen Großteil der Arbeitslosen übernehmen.
Der Autozulieferungsbetrieb Dräxlmaier siedelt sich in den freistehenden Werkshallen der Firma Eicher an und entwickelt sich kontinuierlich zum größten Arbeitgeber in Landau mit derzeit ca. 1.200 Mitarbeitern.
Die Einweihung der Dreifachturnhalle mit Tennishalle im Sportzentrum links der Isar beschert Landau eine attraktive Sportstätte. Der Sportbetrieb des nahen Gymnasiums und der Realschule kann vorerst wieder planmäßig durchgezogen werden.

1985

Die Stadt erwirbt den zum Verkauf stehenden Kastenhof, den ehemaligen herzoglichen Amtssitz, aus privater Hand, um ihn als zentrales Gebäude der Altstadt einer hochwertigen öffentlichen Nutzung zuzuführen.
Das Begegnungsjahr „Ungarn zu Gast in Landau“ bringt den Landauern viele hochwertige kulturelle Veranstaltungen und schafft wertvolle menschliche Kontakte über den Eisernen Vorhang hinweg. Dem ersten Begegnungsjahr folgen noch solche mit Italien und Österreich.
Nach drei Jahren Bauzeit wird die vorletzte der geplanten Stützkraftstufen an der Isar bei Zulling fertiggestellt. Es entwickelt sich durch eingeplante Biotope und die große Wasserfläche in der Folge zu einem wahren „Vogelparadies“.

1986

Der „Landauer“ wird als Stadtbus eingeführt, um das weit auseinandergezogene Stadtgebiet besser aneinander zu klammern. Sein Stundentakt wird von der Bevölkerung von Anfang an gut akzeptiert.
Die Bürgerspitalstiftung zum Heiligen Geist in Landau bezieht ihr qualitätvolles, allen Ansprüchen gerecht werdendes, neues Altenheim in der Dr.-Godron-Straße, am Standort des abgerissenen alten Krankenhauses. Es hat so eine dauernde hohe Auslastung. Durch starkes Ansteigen des Anteils an Pflegefällen muss in den Folgejahren ein Erweiterungsbau geschaffen werden.

1987

Landaus verkehrstechnische Erschließung wird durch die Anbindung an die neue A 92, die von München nach Deggendorf führt, und eine eigene Autobahnausfahrt Landau optimiert. Die Stadt liegt nunmehr genau im Kreuzungspunkt der B 20 und der A 92.
Die Winzer aus der Schwesterstadt Landau in Pfalz veranstalten ihr erstes Pfälzisches Weinfest in Landau, das seither alljährlich mit großem Erfolg durchgeführt wird.

1988

Rund 40 Hektar Fläche werden im Norden Landaus als Gewerbe- und Industriegebiete ausgewiesen, um die schwache Wirtschaftskraft der Stadt zu verbessern. Die beiden Baugebiete „Landauer Wiesen“ und „Landau Nord“ werden durch die DGF 3 zusammengeklammert und an das internationale Verkehrsnetz angebunden. Durch die unvermutete Öffnung des Ostens entwickelt sich das hochwertige Industriegebiet zunächst, trotz kommerzieller Vermarktungsversuche, nur langsam. Der Städtische Bauhof ist der erste Ansiedler in den „Landauer Wiesen“ an der Kleegartenstraße.

1989

Die seit 15 Jahren fertiggestellte Stadtpfarrkirche St. Johannes bekommt doch noch ihren, von vielen Gemeindemitgliedern so heftig geforderten, Turm.

1991

Landau erhält eine 3. Isarbrücke. Die neu ausgebaute B 20, seit der Grenzöffnung zum Osten mit starkem Fernverkehr belastet, führt nun westlich der Stadt ganz an Landau vorbei und tangiert somit nun auch den Stadtteil „Links der Isar“ nicht mehr.

1992

Die Erschließung des großen Wohnbaugebiets Landau Südost beginnt. Ein halbes Jahrzehnt später wird es von weit über 1.000 neuen Mitbürger bewohnt sein.
Die Landauer Stadtkapelle wird gegründet und bezieht ihre Kräfte aus dem Reservoir der hiesigen Musikschule, die im Verbund mit erfahrenen Blasmusikern, bald einen guten Klangkörper ergeben.

1993

Die Kompostieranlage und der Wertstoffhof in der Nähe des Klärwerkes werden zu Sammelstellen für getrennte Wertstoffe im Stadtbereich. Der Umweltschutzgedanke zieht immer weitere Kreise.
Die Parkgarage Landau bei der zentralen Volksschule ist eine der letzten vom Staat geförderten Tiefgaragen. Sie liegt zentrumsnah und bietet 220 Parkplätze. Trotz modernster Architektur hat die Parkgarage eine längere „Durststrecke“ durchzustehen. Ein wichtiger Baustein in der Altstadtsanierung Landaus wird damit gesetzt.

1994

Der Eisenbahnbetrieb auf der „Bockerl-Strecke" Landau-Arnstorf wird endgültig eingestellt, nachdem sein Start zu Jahrhundertbeginn als große Errungenschaft für Landau so stürmisch gefeiert wurde.

1995

Zehn Jahre nach Erwerb des Kastenhofes durch die Stadt wird dieser als Zweigmuseum der Prähistorischen Staatssammlung als „Niederbayerisches Vorgeschichtsmuseum“ seiner neuen Bestimmung übergeführt. Durch die Erfüllung von modernsten Museumsansprüchen wird er zwei Jahre später mit dem „Europäischen Museumspreis“ ausgezeichnet.

1998

Die Stadthalle am Standort des ehemaligen Parkcasinos wird fertiggestellt. Das 12 Millionen-Projekt wurde in einer einträchtigen Bauherrengemeinschaft von Stadt, der Pfarrei St. Maria und der Brauerei Krieger durchgezogen und finanziert.
In der Stadt gibt es nun wieder, nach langer Absenz, ein adäquates Saalangebot.
Die Trasse der ehemaligen Lokalbahn Landau-Arnstorf wird von den Gemeinden Landau, Eichendorf, Simbach und Arnstorf erworben und zu einem attraktiven Rad- und Fußweg ausgebaut, der das Isartal mit dem Vils- und dem Kollbachtal verbindet. Der erste Abschnitt Landau Bahnhof bis zum ehem. Bahnhof Landau Süd (Mausoleum) wird sofort sehr gut angenommen.
Der Um- und Neubau der Pfarrkirche St. Martin in Niederhöcking wird durch Bischof Manfred Müller aus Regensburg feierlich eingeweiht.

1999

Die Altstadtsanierung tritt mit der Umgestaltung der wichtigsten Straßenplätze Oberer Stadtplatz, Obere Hauptstraße und Marienplatz in ihre entscheidende Phase.
Im Norden Landaus, an der Gansmühlstraße, entsteht ein großflächiges Wohnbaugebiet, das in drei Abschnitten realisiert wird.
Das Heimatmuseum erstrahlt nach mehrjährigem Umbau und einer Neukonzeption der Dauerausstellung in neuem Glanze.
Das Jubiläum „775 Jahre Stadt Landau" wird während des Jahres mit einer Reihe glanzvoller Veranstaltungen gefeiert, deren Höhepunkte der Festakt am 28. Februar und das große Bürgerfest mit ca. 25.000 Besuchern am 18./19. September sind.

1999

Das Bahnhofsvorfeld wird zu einem modernen Busbahnhof mit Parkbuchten für Busse des öffentlichen Personennahverkehrs umgestaltet.
Die Altstadtsanierung mit Marienplatz und Oberer Stadtplatz wird weitgehend abgeschlossen.
Die Firma Dräxlmeier erwirbt 82.000 m² Gewerbefläche und erstellt darauf eine neue Produktionshalle in Landau Nord. Über 300 neue Arbeitsplätze werden dort entstehen.
Das Freibad erhält eine 70 m lange Wasserrutsche.
Die in Landau neu gegründete Montessori-Schule zieht in das Telekom - Gebäude am Schneiderberg ein, wofür zahlreiche Umbaumaßnahmen notwendig sind.
Im Jahr des 775-jährigen Stadtjubiläums veranstaltet die Stadt Landau ein attraktives kulturelles Jahresprogramm, dessen Höhepunkt das zweitägige Bürgerfest mit insgesamt 25.000 Besuchern ist.

2000

An der Isarbrücke entsteht ein zweiter Kreisverkehr an der Einmündung der alten Umgehungsstraße in die Hauptstraße.
Auch die Kreuzung der Straubinger Straße mit der DGF 3 im Landauer Moos soll als Gefahrenstelle durch einen Kreisverkehr entschärft werden, der sich bereits in Planung befindet.
An der Gansmühlstraße erschließt die Stadt ein Baugebiet im Bereich links der Isar, das eine lange, für dort geforderte Wohnbebauung ermöglicht.
Das Bauprojekt "Isarturm“ mit dem markanten zentralen Turmbau wird in der Unteren Stadt realisiert.
Nach dem „Pfingsthochwasser" von 1999 werden die notwendigen Schutzmaßnahmen im ganzen Stadtgebiet im Rahmen des aufgestellten Hochwasserschutzprogramms abgeschlossen: mehrere Regenrückhaltebecken, Entlastungskanäle und Hochwasserschutzdämme bei Bächen im ländlichen Bereich.
Mit viel Eigenleistung und Idealismus wird an einem schön gelegenen Aussichtspunkt am Bockerlbahnradweg, hoch über der Isar, die von Toni Waas initiierte Josefskapelle fertiggestellt.

2001

Der jahrelang schon abgebaute Ludwigsbrunnen, der zum 750 jährigen Stadtjubiläum 1974, vom renommierten Landshuter Künstler Karl Reidel in Kupfer gegossen und umgestaltet wurde, kommt am Kreisverkehr an der Harburger Straße wieder zur Aufstellung.
„Mit der Neugestaltung der beiden Hauptachsen der Altstadt ist der Stadt Landau eine bedeutsame Aufwertung der Stadtmitte gelungen“, heißt es in der Begründung des bayerischen Heimatspreises, mit dem die Stadt für die abgeschlossene Altstadtsanierung ausgezeichnet wird.
Für den geplanten betreuten Jugendtreff sollen im Bahnhofsgebäude Landau Räume angemietet werden, was bei den schwierigen Verhandlungen mit der DB nicht auf Anhieb gelingt.
Die Dachziegelwerke Möding stellen einen Insolvenzantrag und zum Jahresende die Produktion ein. Es handelt sich bei dem ehemaligen Ziegeleibetrieb Gerhaher um den ältesten und einst größten Industriebetrieb im Bereich des Altlandkreises Landau.
Die Stadt Landau wird von einer wohlhabenden Bürgerin als Alleinerbin eingesetzt. Bei dem vermachten Vermögen handelt es sich um einen Millionenbetrag.
Die Pfarrkirche in Zeholfing erstrahlt nach einer gelungenen Generalssanierung in neuem Glanze.

2002

An der Hauptschule Landau wird eine Ganztagsbetreuung eingerichtet.
Bei der Gansmühle wird durch den bayerischen Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller der erste Spatenstich für eine Aufstiegshilfe für Fische im Gansmühlbach gemacht.
Professor Dr. h.c. Reinhold Würth hält im Kastenhof Landau einen Festvortrag über Maler der Moderne und eröffnet die Ausstellung mit Bildern von Günter Grass.

2003

In Landau wird ein Hospizverein gegründet. Der Verein wächst in den folgenden Jahren erfreulich. Mitbürger kümmern sich ehrenamtlich und vorbildlich um Menschen, die an der Grenze ihres Lebens stehen.
Die Stadt hält erstmals einen Neubürger-Empfang ab, bei dem sich die Stadt mit den Dienstleistungen der Stadtverwaltung, ihren Repräsentanten und dem Angebot an Vereinen und Institutionen präsentiert.
„Bayerns schönste Geotope" werden mit einem Gütesiegel des Freistaates ausgezeichnet. An Platz 19 der 100 ausgezeichneten Geotope Bayerns steht der "Wachsende Felsen" von Usterling. Durch seine ideale Lage am Isar-Radwanderweg und überregionale Werbung erhält er immer mehr Besucher.
Die Stadt will sich zukünftig verstärkt mit dem Thema "Belebung der Altstadt" auseinandersetzen und für die Entwicklung in diesem Bereich qualitative Wohnungen sowie dazu notwendige Versorger und Dienstleister bereitstellen.
Das seit über 100 Jahren bestehende Forstamt Landau soll bei der geplanten bayerischen Verwaltungsreform wegfallen.
Auch die Direktion für ländliche Entwicklung (Flurbereinigungsdirektion für Niederbayern) steht vor einschneidenden Veränderungen. Mit Personalabbau wird gerechnet.

2004

In Niederhöcking beginnen nach einer langen Phase der Planungen die durchzuführenden Maßnahmen für die Dorferneuerung.
Die Stadtwerke Landau übernehmen von EON die Gasversorgung für das Stadtgebiet Landau.
Im Arbeitsamt Landau wird eine Arbeitsgemeinschaft zur Bewältigung der Hartz IV- Anforderungen eingerichtet.
In der chirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Landau wird ein Facharzt für Handchirurgie installiert.
Die Ausstellung “Tiere der Eiszeit“ lockt über 14.000 Besucher in den Kastenhof, das Niederbayerische Vorgeschichtsmuseum.
Des 700. Jahrestags der Aushändigung der Landauer Stadtrechtsurkunde (1304) und des Jahres des Niederbayerischen Erbfolgekrieg von 1504, der Landau den ersten verheerenden Stadtbrand bescherte, gedachte die Stadt in einem feierlichen Gottesdienst mit Altbischof Franz X. Eder in der Stadtpfarrkirche Sankt Maria.
Der Kindergarten Maria Ward, der älteste im Stadtbereich Landau, wird von den Englischen Fräulein offiziell der Stadt Landau übergeben.

2005

Der Jahrestag "60 Jahre Kriegsende“ wird mit einer Ausstellung im Heimatmuseum, einer Gedenkfeier am Marienbrunnen und mit einer Zeitzeugen-Talkrunde begangen.
Für Belange des Altenheims der Heiliggeist- Bürgerspitalstiftung wird aus den Reihen des Helferkreises ein „Förderverein Altenheim Landau“ gegründet.
Auf dem Volksfestplatz gastiert der Zirkus Krone.

Eine undatierte Aufnahme der Englischen Fräulein
Die Englischen Fräulein, die ehrwürdigen Schwestern der Congregation Jesu (CJ), ziehen sich nach 146 Jahren segensreicher Tätigkeit in der Kindererziehung und der Schule mangels Nachwuchses aus der Bergstadt zurück.
Mit dem Anschluss der Ortschaften Kleegarten, Zulling, Usterling und Dietlsberg sind mehr als 90 % aller Häuser im Stadtgebiet an die städtische Kläranlage angeschlossen.
Für die Jugend der Stadt wird ein Skaterpark bei McDonald geschaffen, für Freunde der Astronomie ein Planetenwanderweg angelegt.
Die “Herbergssuche“ in der Stadt Landau zur Adventszeit begleiten mehr als 1000 Besucher, ebenso wie die „lebendige Krippe“ kurz vor Weihnachten im Reithmeier - Anwesen im Stadtgrabensehr großen Zuspruch findet.

2006

Die interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden, das Xperregio-Projekt, dem die Stadt Landau als größte Gemeinde angehört, entwickelt als kommunaler Verbund eine eigene Wirtschaftsförderung, gesteuert durch ein regionales Management.
Die Schulden der Stadt werden im Laufe des Jahres um 2 Millionen zurückgefahren, die der Stadtwerke um die gleiche Summe. Gleichzeitig werden die Rücklagemittel der Stadt um 1,5 Millionen aufgestockt.
Es gelingt die Kaufkraftbindung der Stadt Landau durch Ansiedelung von Verkaufsmärkten und Geschäften (Baumarkt und Lebensmittelmärkte) weiter zu erhöhen und gegen 80 bis 90 % zu führen.

2007

Der Spatenstich für den Neubau der Stadtwerke-Verwaltung am Standort des ehemaligen Klosters der Englischen Fräulein wird getan.
Das Postamt in Landau in der Höckinger Straße wird geschlossen und eine Postagentur eröffnet.
In Niederhöcking wird der neue Dorfplatz mit Kapelle, Radweg und Kindergarten - Spielplatz eingeweiht.
Über die Zukunft des Kreiskrankenhauses Landau. Sogar über eine Schließung, wird diskutiert.
Der Friedhof in Landau geht aus kirchlicher Trägerschaft in städtische Hand über. Dabei sind im Friedhofsbereich mit Leichenhaus ca. 500.000 € zu investieren.
Die Stadt Landau will das Projekt "Grüne Mitte", die Neugestaltung des rechten Isarufers zwischen der Isarbrücke und Zulling, angehen. Schwerpunkte sind die Verbesserung der Hochwassersituation, ökologische Maßnahmen und Erhöhung des Freizeitwertes.
Die Altstadtsanierung wird mit der Planung für das Quartier Ludwigstraße/obere Hauptstraße weitergeführt. Ziel ist eine durchgehende fußläufige Verbindung zwischen beiden Straßen, die Schaffung von Parkplätzen und die Erhöhung der Wohn- und Aufenthaltsqualität im Bereich der oberen Altstadt.
Ein Sozialkaufhaus im Stadtbereich links der Isar bietet für 50 Hartz IV - Empfänger die Möglichkeit, durch Weiterbildung wieder im normalen Arbeitsmarkt Beschäftigung zu finden, sowie preisgünstig einzukaufen.
Die Stadt Landau beabsichtigt eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung einzurichten, die von der Kinderkrippe über den Kindergarten bis hin zum Kinderhort führt.

2008

Die Stadt Landau feiert das hundertjährige Bestehen der eisernen Isarbrücke mit einem historischen Festzug am Volksfestsonntag. An der "Zeitreise über die Brücke" zeigen sich über 5000 Menschen interessiert.
Der Spatenstich zum Bau der Quartiersgarage Ludwigstraße/Obere Hauptstraße mit 92 Stellplätzen erfolgt. Die Baukosten werden nicht über den Staatshaushalt, sondern über den Wirtschaftsplan der Stadtwerke abgewickelt.
Das neue Gebäude der Stadtwerke Landau am Maria-Ward-Platz wird eingeweiht.
Ein zweites Altenpflegeheim mit einem privaten Träger wird in Krankenhausnähe errichtet.

2009

Zum fünfzigjährigen Bestehen des Freibades Landau wird ein Freibadfest veranstaltet.
Die Sendung “Jetzt red i" des Bayerischen Rundfunks, in der Bürger ihre Anliegen vorbringen können, wird dem Wirtshaus Schachtner in Oberhöcking aufgezeichnet.
Die Radlertour des Bayerischen Rundfunks, die “BR-Radlertour" mit 1.100 Teilnehmern macht am Marienplatz Station.
Die "Arnstorfer Tafel", die Lebensmittel für Bedürftige verteilt, bezieht ihre Räume in der Ludwigsstraße. Sie arbeitet mit Partnern zusammen, die etwas gegen Hunger haben.
Am "Wachsenden Felsen" in Usterling, dem touristischen Highlight in unserem Landkreis, wird eine öffentliche Toilettenanlage erforderlich.
Der steigende Verkehrslärm an der B 20 soll durch eine Lärmschutzwand gemildert werden. Die Forderung der Anwohner wird immer lauter.

2010

Durch Mittel des Konjunkturpakets II kann der Energieverbrauch im Hallenbad um 30 Prozent gesenkt werden.
Das Kaufhaus "Real" am Viehmarktplatz wird endgültig geschlossen. Es ist keine Nachfolgelösung in Sicht.
Die Errichtung eines Lebensmittelmarktes (Edeka) an der Hochstraße zur Versorgung der Innenstadtbevölkerung mit Grundnahrungsmitteln wird auf den Weg gebracht.
Für das laufende Jahr wird mit einem deutlichen Rückgang der Gewerbesteuer und der Einkommensteuerbeteiligung, in Folge der zurückliegenden schlechten Wirtschaftslage, gerechnet.
Als letzte Ortschaften des Stadtgebietes werden Weihern und Thanhöcking an das öffentliche Kanalnetz der Stadt angeschlossen.
Das 100jährige Bestehen der Landauer Schäffler feiern Schäfflergruppen aus Ober- und Niederbayern gemeinsam in Landau. Nur die Schäffler aus der Landeshauptstadt München, die die Landauer einst zum Vorbild nahmen, fehlten.

2011

Die Reichersdorfer Weihnacht mit dem legendären „Christkindl vo' Reichersdorf“ ist ein stimmungsvoller dörflicher Weihnachtsmarkt am dortigen Kirchplatz.
Mit den Hauptschulen Wallersdorf, Pilsting, Reisbach und Simbach wird ein Schulverbund Landau zur Errichtung einer Mittelschule gegründet.
Der Verein „Förderer e. V.“, der sich als Kulturverein versteht, feiert sein hundertjähriges Bestehen.
Die Katastrophe in Fukushima (Japan), mit den Folgen des Tsunamis, stellt den Nutzen der Kernenergie weltweit infrage und führt zur Energiewende bis hinein in die kleinste Gemeinde.
Die Arbeitslosigkeit liegt in unserer Region zurzeit bei ca. 2,1 Prozent.

2012

Am Landauer Kneipenfestival des TV Landau beteiligen sich 14 Kneipen und 14 Bands.
Die Dorferneuerung Niederhöcking wird mit der Einweihung eines Denkmals und mit einer Feier abgeschlossen.
Am Marienplatz wird wieder ein Kino, das „Kuki“ (Kultkino), eröffnet.
Der Bau einer Kindertagesstätte mit Platz für 104 Kinder am Bayerwaldring wird begonnen.
Der Umbau des Rathauses in ein modernes Verwaltungsgebäude steht vor dem Abschluss.
Die "Hackervilla" in der Straubinger Straße steigert die Attraktivität Landaus als Einkaufsstadt.
Die Versorgung mit schnellem Internet und Breitband wird als notwendig für den Standort Landau erkannt. Lösungen lassen aber auf sich warten.
Die Montessori Schule soll in die zwei Gebäude der ehemaligen Knabenvolksschule in der unteren Fleischgasse umziehen, die von der VHS und dem Kindergarten "Friedenskirche" genutzt wird. Für ein neues VHS - Gebäude in der Ludwigstraße läuft bereits ein Architektenwettbewerb.
Das 150jährige Jubiläum des TV Landau wird groß gefeiert. Die Feierlichkeiten ziehen sich das ganze Jahr hindurch.
Die Kreistage der Landkreise Deggendorf und Dingolfing-Landau stimmen mit großer Mehrheit einer Fusion der drei Krankenhäuser Deggendorf, Dingolfing und Landau zum Donau-Isar-Klinikum zu. Im Landauer Haus wird in den nächsten Jahren eine Generalsanierung durchgeführt.

2013

Zum Gedenken an den Pestausbruch vor 300 Jahren (1713) veranstalten Stadt und katholische Kirche das ganze Jahr über Veranstaltungen, deren Höhepunkt das Pestspiel "Noth lehrt beten", am Oberen Stadtplatz mit über 100 Beteiligten und über 1.000 Zuschauern, ist.
Das Dorf Niederhöcking wird Kreis Sieger in dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".
Die Freiwillige Feuerwehr Landau feiert in großem Rahmen ihr 150jähriges Gründungsfest.
An der Straubinger Straße entsteht Niederbayerns größter und modernster Getränkemarkt.
Im Stadtgebiet werden derzeit über 1100 Photovoltaik- und 8 Biogasanlagen betrieben, die ca. 70 Prozent der benötigten Energie erzeugen.
Mit der Verkehrsfreigabe des neugestalteten Dorfplatzes, mit Buswendebereich und Denkmal, erlebt die Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung Fichtheim zum Jahresende den Abschluss des Verfahrens. Die Kosten belaufen sich auf 450.000 Euro.
Das Kinderhaus der evangelischen Friedenskirche Landau, das "Kinderhaus-Spielraum", wird am Bayerwaldring eröffnet. Es wird ein nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen erstelltes Raum- und Bewegungskonzept umgesetzt.

2014

Der Discounter "Kaufland" baut an der Straubinger Straße, wofür der dritte Kreisverkehr in Landau am Wiesenweg als Zufahrt entsteht.
Die Pfarrei St. Johannes Ev. feiert ihr 40jähriges Bestehen mit einem feierlichen Dankgottesdienst, einer großen Fotoausstellung und einem Pfarrfamilienabend mit Dokumentarfilm.
Die "Hotelqualität" im Landauer Krankenhaus wird stationsweise verbessert, der Aufnahmebereich neu konzipiert und gestaltet und zwei Operationssäle nach modernstem Stand gebaut und eingerichtet.
Am Soldatenfriedhof in Heiligkreuz wird des Beginns des 2. Weltkriegs (1.Sept.1939) vor 75 Jahren gedacht.

2015

Das "Niederbayerische Vorgeschichtsmuseum" im Kastenhof wird als "Zweigmuseum der Prähistorischen Staatssammlung München" aus dem Verbund herausgelöst und mit verkleinerter Ausstellungsfläche und reduzierten Öffnungszeiten als nichtstaatliches Museum weitergeführt.
Der "Herzogsaal" des Kastenhofes, über den historischen Gerichtssälen gelegen, wird von der Stadt als repräsentatives Trauungszimmer für große Hochzeitsgesellschaften gewidmet und genutzt.
Die Generalsanierung des bisherigen Kindergartens "Regenbogenland" und der Anbau einer neuen Kinderkrippe werden abgeschlossen und ihrer Bestimmung feierlich übergeben.
Die VHS Landau, die bisher im alten Knabenschulhaus an der Fleischgasse untergebracht war, kann ihren Neubau in der Ludwigstraße beziehen, der in das Ensemble der Oberen Altstadt eingepasst wurde. Er soll ein wichtiger Baustein sein bei der Sanierung der Altstadt und der "Wiederbelebung" der Ludwigstraße.
Mit Schuljahresbeginn 2015/16 kann die private Montessori-Schule mit ihren Grundschülern in den ehemaligen evangelischen Kindergarten und ihren Hauptschülern in das ehemalige VHS-Gebäude einziehen. Das von der Stadt neuerstellte Fachgebäude wird gleichzeitig dem Schulbetrieb übergeben.
Die staatlich geförderte Altstadtsanierung der Obern Stadt erreicht an der Hauptstraße die Kurve beim Gasthof "Post". Gleichzeitig wird die Sanierung der Straubinger Straße zwischen Isarbrücke und Kreisverkehr bei der Kirche St. Johannes Ev. begonnen.
Die bereits 1986 beantragte Dorferneuerung für die östlichen Ortsteile der Stadt Kleegarten-Poldering-Zeholfing kommt mit der Bildung von Arbeitskreisen unter der Steuerung des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Landau in Fahrt.

Nik Söltl